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Werbung

Das Bekanntmachen von Produkten oder Dienstleistungen wird als Werbung bezeichnet. In der Regel geschieht dies durch bezahlte Anzeigen der jeweiligen Firmen.

Welche Werbeformen gibt es?

Im Fernsehen gibt es neben den klassischen Werbespots zwischen den Sendungen eine Vielzahl anderer Werbeformen. Split-Screen, Merchandising oder Tele-Shopping sind noch offensichtlich als Werbung zu erkennen. Bei den sogenannten Call-In-Shows und beim Product Placement merkst du dagegen oft gar nicht, dass es sich um gezielte Reklameaktionen handelt.

Warum gibt es soviel Werbung bei den Privatsendern?

Die Vorschriften für Finanzierung und Werbung im privaten Rundfunk (z.B. RTL, ProSieben, Sat.1) sind im Rundfunkstaatsvertrag (RStV) geregelt. Darin heißt es, dass sich private Sender aus Werbung finanzieren können, Einnahmen aus der GEZ-Gebühr dürfen sie dagegen nicht erhalten. Die Werbung sollte normalerweise immer nur zwischen den Sendungen erfolgen. Doch hier gibt es auch Ausnahmen. Bei Sendungen, die aus eigenständigen Abschnitten bestehen, wie z.B. die Zusammenfassung der Fußball-Bundesliga mit den einzelnen Spielberichten, darf zwischen diesen Teilen Werbung ausgestrahlt werden. Der Abstand zwischen zwei Werbeblöcken soll dabei mindestens 20 Minuten betragen.
Bei Filmen gibt es eine weitere gesetzliche Regelung. Dauert ein Film 45 Minuten, darf er einmal durch Werbung unterbrochen werden, für 90 Minuten zweimal. Ab 110 Minuten darf er sogar dreimal Werbung enthalten. Nachrichten- oder Politiksendungen, die weniger als 30 Minuten dauern, dürfen genauso wie Sendungen für Kinder gar nicht unterbrochen werden.
Im Rundfunkstaatsvertrag ist auch die Gesamtdauer von Werbung gesetzlich geregelt. Der Anteil an Werbespots und anderen Werbeformen darf höchstens 20 Prozent des täglichen Programms ausmachen. Das sind bei 24 Stunden am Tag 4 Stunden und 48 Minuten Werbung! Und damit die Sender nicht die komplette Werbezeit in die Hauptsendezeit legen, gibt es eine weitere Bestimmung. Innerhalb einer vollen Stunde, z.B. von 18.00 Uhr bis 18.59 Uhr dürfen Werbespots und Tele-Shopping höchsten 20 Prozent betragen, was also 12 Minuten ausmacht. Die eigene Programmvorschau gilt dabei nicht als Werbung und darf also zusätzlich zu diesen 12 Minuten pro Stunde ausgestrahlt werden.

Warum gibt es so wenig Werbung bei den öffentlich-rechtlichen Sendern?

Ebenfalls im Rundfunkstaatsvertrag sind die Bedingungen für Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk (z.B. ARD und ZDF) festgeschrieben. Weil sich die öffentlich-rechtlichen Sender durch Gebühren finanzieren, dürfen sie nicht viel Werbung ausstrahlen. Auch bei den öffentlich-rechtlichen muss die Werbung zwischen den Sendungen gezeigt werden. Ausnahmen bilden auch hier Sendungen, die länger als 45 Minuten dauern sowie Sportübertragungen.
Die Gesamtdauer an Werbung darf bei ARD und ZDF im Jahresdurchschnitt nur 20 Minuten am Werktag betragen. Nach 20 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen, die in ganz Deutschland anerkannt sind, ist keine Werbung erlaubt. In den dritten Programmen, wie dem WDR, darf überhaupt keine Werbung gezeigt werden.

Externe Quellen

Lookedup4you Das Lexikon fr junge Verbraucher