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Preisgestaltung

Preisgestaltung bezeichnet die Festlegung eines in Geld berechneten Tauschwertes für Waren und Dienstleistungen. Die Preisgestaltung und somit die Höhe des Preises hängt von verschiedenen Faktoren ab. In der Praxis werden vier Arten der Preisbestimmung unterschieden: kostenorientiert, nachfrageorientiert, konkurrenzorientiert und nutzerorientiert.

Faktoren, die den Preis bestimmen

Angebot und Nachfrage bestimmen im wesentlichen den Preis. So werden die Preise aller Güter durch die Gleichsetzung des Gesamtangebots und der Gesamtnachfrage auf allen Märkten (z. B. Industrie- und Handelszweige) bestimmt.
Das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage und der daraus resultierende Preis wird durch den Faktor Geld bestimmt. Mit Geld können gleichwertige Tauschgeschäfte getätigt werden. Geld verschafft den Verbrauchern einen Überblick über den Preis. Die Preisgestaltung lässt sich in vier Arten unterscheiden:

Kostenorientierte Preisgestaltung

Hier liegt eine Preiskalkulation hinsichtlich der Selbstkosten pro Stück (bei einem Industriebetrieb) bzw. des Einkaufspreises eines Artikels (bei einem Handelsbetrieb) zugrunde. Der angesetzte Gewinnzuschlag wird bei der Preiskalkulation berücksichtigt (Cost plus pricing).

Nachfrageorientierte Preisgestaltung

Diese Preisbestimmung orientiert sich an den Bedürfnissen der Konsumenten. Anhand einer Reihe von Preistests werden Preisvorstellungen sowie die Bereitschaft der Kunden, einen bestimmten Preis für ein Produkt zu zahlen, ermittelt und in die Preisfindung einbezogen.

Konkurrenzorientierte Preisgestaltung

Der Anbieter bestimmt den Preis eines Produktes nach einem sogenannten dominierenden Preisführer (bspw. ein Unternehmen, das durch einen sehr hohen Marktanteil großen Einfluss besitzt). Der Preis richtet sich nach der Preispolitik des Marktes und unterliegt somit auch keinem Preiskampf.

Nutzerorientierte Preisgestaltung

Ausschlaggebend für die Preisgestaltung ist hierbei der Nutzen des angebotenen Produktes für den Nachfrager hinsichtlich der Wertvorstellungen und Nutzererwartungen, die das Produkt betreffen.

Alternative Preisstrategien

Für die Festsetzung der Preise gibt es eine Reihe weiterer Strategien, die auf dem Markt für einen entsprechenden Wettbewerb sorgen und Kaufanreize für die Verbraucher schaffen.

  • Einführungsstrategien:
    Bei der Einführung neuer Produkte gibt es einerseits die Möglichkeit, einen relativ niedrigen Preis anzusetzen, um schnell große Märkte zu erschließen. Andererseits kann auch mit einem hohen Preis in den Markt eingestiegen werden, der sich später auf einem niedrigeren Niveau einpendelt.
  • Strategien für eingeführte Produkte:
    Die Prämienpreisstrategie erhebt relativ hohe Preise auf Luxusartikel (Parfums), die von hoher Produktqualität und Exklusivität gekennzeichnet sind.
    Die Promotionspreisstrategie setzt auf niedrige Preise, mit denen das Image des Niedrigpreisgeschäfts erzeugt wird.

  • Strategie der Preisdifferenzierung:
    Darunter versteht man das Festsetzten verschiedener Preise für das gleiche Produkt.

  • Preisdifferenzierungen können erfolgen nach:
  • Regional unterschiedlichen Absatzgebieten
  • dem Absatzzeitpunkt eines Produktes
  • dem Produktlebenszyklus (Einführungsphase, Ausverkauf, Wiederbelebung)
  • dem Verwendungszweck (zur Selbstverwendung oder zum Wiederverkauf)
  • dem Konjunkturellem Verlauf
  • Rabatte (z.B. Mengenrabatte, Saisonrabatte, Mängelrabatte, Treuerabatte)

Eine Übersicht, wann welche Preisstrategie angewandt wird, findest du in diesem Beispiel.

Externe Quellen

Lookedup4you Das Lexikon fr junge Verbraucher